In Bad Köstritz Einblicke in die chemische Produktion

Das Chemiewerk CWK bereitet für den 22. September einen Tag der offenen Tür vor.

Bad Köstritz. Etwa alle drei Jahre öffnet das Chemiewerk CWK im Bad Köstritzer Gewerbegebiet Heinrichshall seine Türen. Dann erhalten Menschen Zutritt zu den sonst streng abgeschirmten Produktionsbereichen, die ein Interesse für angewandte Chemie haben. „Der Verband der chemischen Industrie organisiert diese offenen Türen, da machen wir doch gern mit“, sagt CWK-Geschäftsführer Lars Böttcher. Er weiß aus Erfahrung vorangegangener Aktionstage, dass es viele Menschen auch schlicht interessiert, was in den großen Fabriken in ihrer Umgebung produziert wird. Auch Angehörige von Betriebsmitarbeitern kommen vorbei, um den Arbeitsplatz ihrer Partner kennen zu lernen. Auch für potenzielle Angestellte ist der Tag eine Chance, denn hier warten auch Informationen über Lehrstellen und Arbeitsbedingungen.

Diesen Blick hinter die Kulissen können Neugierige und Chemiefreunde am Sonnabend, 22. September, wagen. Dann nämlich findet von 10 bis 16 Uhr der Tag der offenen Tür statt. „Wir bieten Führungen in allen unseren Produktionsbereichen an, also in den Abteilungen Kieselsäuren, Molekularsiebe und Schwefelverbindungen“, berichtet Böttcher, weist aber darauf hin, dass aus Sicherheitsgründen die geführten Touren Teilnehmer erst ab 12 Jahre zulassen.

Die Geschäftsfeldleiter und Produktionsleiter der jeweiligen Bereiche leiten die Gäste durch den Betrieb. Vor Ort können sich Besucher auch an Informationsständen Wissen über Produktionsabläufe und -verfahren aneignen. Im Vorfeld der jede halbe Stunde angebotenen Führungen gibt es einen kurzen Einblick, was wie und wofür in der jeweiligen Abteilung hergestellt wird. „Auch Mitarbeiter unserer Forschungsabteilung und aus dem Bereich Technologie stehen den Besuchern Rede und Antwort“, kündigt der Geschäftsführer an. Er erinnert sich an knapp 400 Besucher beim letzten Tag der offenen Tür und freut sich auf ähnlich großes Interesse in diesem Jahr.

Auch Familien können den Tag nutzen, um im CWK vorbei zu kommen. Für Kinder, die noch zu jung sind für die Rundgänge, hat das Unternehmen Hüpfburg, Feuerwehr, basteln und kleine Experimente vorbereitet. Frank Roelofs, Leiter der Qualitätssicherung bei CWK, hat außerdem für Jugendliche und Erwachsene weitere Experimente geplant. „Da wird es durchaus nach dem Motto zugehen ‚Chemie ist das, was knallt und stinkt‘“, macht sein Chef Lars Böttcher neugierig.

Auch junge Menschen, die mit einer Ausbildung im Chemiewerk liebäugeln, sind zum Tag der offenen Tür willkommen. Für das kommende Jahr 2019 sind nämlich drei bis vier Chemikanten-Lehrstellen zu besetzen. Eine Bewerbung schon jetzt lohnt sich, denn im Frühjahr starten die Bewerbungstests.

OTZ / Christine Schimmel / 12.09.18